Erzieherin malt gemeinsam mit einem Kind in der Kindertagesstätte

Erzieherin und Erzieher — Vollzeit

Drei Jahre, davon ein Jahr vergütetes Berufspraktikum. Der klassische Weg zum staatlich anerkannten Abschluss.

Bildungsgang

Drei Jahre bis zum staatlich anerkannten Abschluss

Die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher in Vollzeit dauert drei Jahre: zwei Jahre Fachschule mit ausgedehnten Praxisphasen, danach ein Jahr Berufspraktikum in einer Einrichtung.

Erzieherinnen und Erzieher planen und verantworten pädagogische Arbeit selbst. Sie beobachten Entwicklung, gestalten Bildungsangebote, führen Elterngespräche, leiten Teams an und dokumentieren ihre Arbeit. Das ist anspruchsvoller, als es von außen aussieht — und genau deshalb dauert die Ausbildung drei Jahre.

Das Arbeitsfeld ist breiter, als viele denken: Kindertagesstätten und Horte, Wohngruppen der Jugendhilfe, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Ganztagsschulen, Familienzentren. Wer den Abschluss hat, findet in der Region ohne Weiteres eine Stelle.

Aufbau der Ausbildung

AbschnittDauerSchwerpunkt
1. Ausbildungsjahr12 MonateGrundlagen der Sozialpädagogik, erstes Blockpraktikum
2. Ausbildungsjahr12 MonateVertiefung, zweites Blockpraktikum, Facharbeit
Berufspraktikum12 MonateVergütete Tätigkeit in einer Einrichtung, begleitet durch die Schule
Abschluss—Kolloquium und Verleihung der Berufsbezeichnung

Was Sie lernen

  • Entwicklung verstehen — Entwicklungspsychologie, Beobachtung, Bildungsdokumentation
  • Bildungsprozesse gestalten — Didaktik, Projektarbeit, Sprachförderung, Medienbildung
  • Gruppen und Teams führen — Gruppendynamik, Konfliktbearbeitung, Anleitung
  • Mit Familien arbeiten — Elterngespräche, Erziehungspartnerschaft, Beratung
  • Inklusion und Vielfalt — Arbeit mit Behinderung, Mehrsprachigkeit, Armut, Flucht
  • Recht und Organisation — SGB VIII, Kinderschutz, Trägerstrukturen, Qualitätsentwicklung
  • Musisch-kreativer Bereich — Musik, Bewegung, Werken, Spiel, Naturpädagogik
Jetzt für das Schuljahr 2027/28 bewerben

Voraussetzungen

Zugang haben Sie mit dem Abschluss als Sozialassistentin oder Sozialassistent, mit einer anderen einschlägigen Berufsausbildung oder mit dem Realschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens einjährigen einschlägigen Tätigkeit. Welche Vorleistungen im Einzelfall anerkannt werden, klären wir vorab — melden Sie sich einfach.

Parallel zum Berufsabschluss ist bei entsprechenden Leistungen die Fachhochschulreife erreichbar. Damit steht Ihnen anschließend ein Studium der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik offen.

Häufige Fragen

Wird das Berufspraktikum bezahlt?

Ja. Im dritten Jahr schließen Sie einen Vertrag mit einer Einrichtung und erhalten eine Vergütung. Die Höhe richtet sich nach dem Tarif des jeweiligen Trägers.

Kann ich die Fachhochschulreife dazu erwerben?

Ja, bei entsprechenden Leistungen und Belegung der Zusatzangebote. Sprechen Sie uns zu Beginn der Ausbildung darauf an, dann planen wir es von vornherein ein.

Ich habe schon eine andere Ausbildung — wird die angerechnet?

Das prüfen wir im Einzelfall. Einschlägige Ausbildungen wie Kinderpflege, Heilerziehungspflege oder Pflegeberufe eröffnen häufig den direkten Zugang.

Wie viele Praxisstunden sind es insgesamt?

Über die gesamte Ausbildung kommen mehr als 1.800 Stunden in Einrichtungen zusammen, das Berufspraktikum eingerechnet.

Bewerbung

Sie möchten sich bewerben?

Schicken Sie uns Ihre Unterlagen über das Online-Formular. Sie brauchen Zeugnis, Lebenslauf und ein paar Minuten Zeit — den Rest klären wir im Gespräch.

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